Erziehung
Grundlagen der Hundeerziehung
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Grundlagen der Hundeerziehung, kurzgefasst.

 

Die Basis der Hundeerziehung ist Vertrauen, Kommunikation und Rangordnung

Was ist mit Vertrauen gemeint?
Zuerst das Vertrauen Mensch – Hund. Der Mensch muss dem Hund vertrauen, dass er "lernfähig" ist und uns gefallen will, d.h. wir müssen eine positive Einstellung haben zum Hund und seinem Erziehungsprozess. Sind wir oder der Hundetrainer skeptisch, so wird der Hund auch nicht erzogen werden können. Hunde haben diesbezüglich eine extrem gute Antenne.

Dann das Vertrauen in uns selbst. Wir müssen uns zutrauen, dass wir diese Aufgabe auch meistern, auch dann, wenn andere um uns herum etwas anderes behaupten.

Und schliesslich das Vertrauen Hund – Mensch. Um erzieherisch Erfolg zu haben muss das Tier uns vertrauen. Dies geschieht durch Zuwendung, Blickkontakte und Körpersprache und dem richtigen Umgang mit dem Tier.

Was ist Kommunikation?
Hund – Mensch: Wir müssen lernen, die Signale des Hundes zu erkennen und zu deuten. Sie bestehen aus Mimik, Körpersignalen und Lauten. Wir müssen beobachten und entsprechend den Situationen interpretieren. Hierzu gibt es viele gute Bücher.

Mensch – Hund: Der Hund wiederum muss unsere Sprache und Signale verstehen. Dazu gehört, dass wir klare, gut verständliche Kommandos geben und keine Romane erzählen. Ausserdem muss immer dieselbe Anweisung für eine bestimmte Situation verwendet werden, möglichst ohne Hektik und ohne Aggression. Dies ist wohl einer der schwierigsten Punkte der Hundeerziehung.

Rangordnung und Rudel
Der Hund muss voll in die Familie integriert werden, d.h. die ganze Familie ist sein Rudel. Innerhalb dieses Rudels hat der Hund die niedrigste Rangordnung. Die Familie bestimmt, was er zu tun und zu lassen hat. An erster Stelle steht der Chef, das ist die primäre Bezugsperson des Hundes. Sie bestimmt welche Aktivitäten gemacht werden, wann Fressenzeit ist etc. Das hat nichts mit Druck oder Dominanz zu tun, sondern mit der sozialen Struktur. Der Hund bekommt von uns das Fressen, wir gehen vor dem Hund durch die Türe, kurz wir bestimmen wo's langgeht.

Gibt es Probleme mit dem Hund, so ist meist diese soziale Struktur gestört. Der Hund versucht sich hier einzuordnen nach seinem Instinkt. Das führt zu den sog. Machtkämpfen mit dem Hund, dabei versucht er nur sich einzuordnen, nach seinem Gutdünken.


Harmonisieren diese drei Faktoren, wird es kaum Probleme geben. Der Hund gehorcht, weil er Positive Erfahrungen gemacht hat, weil er Vertraut, weil er weiss, er kann sich auf den Menschen verlassen und weil er eine klare Position innehat.

 

Quelle : Bruno Kaufmann

www.maremmano.ch